PILATES RING – WAS IST DAS?

Der Pilates Ring ist ein beliebtes Hilfsmittel im Pilates Sport. Wir erklären Dir was das ist, wie es funktioniert und geben Dir die effektivsten Übungen mit dem Pilates Ring mit auf dem Weg.

„Pilates“ ist ein Begriff, welches in den letzten Jahren ziemlich umgangssprachlich geworden ist. Deshalb wissen auch die meisten nicht, dass dieser Begriff nach seinem Gründer, Joseph Hubertus Pilates, benannt wurde. Die „Erfindung“ wird mittlerweile auf allen Kontinenten der Welt vertreten und findet ihre Anhänger in der Fitnessbranche.
Joseph Hubertus Pilates ist 1883 in Deutschland geboren. Nachdem er Deutschland verlassen hat, zog er nach England und wurde ein professioneller Boxer. Noch während des Ersten Weltkriegs entwickelte Pilates eine Trainingsstrategie, welche Kondition und Kraftübungen miteinander vereint. Damit wurde ein Meilenstein gelegt und der Anfang von Pilates, wie wir ihn heute kennen – eine Methode zum Stärken und Dehnen des Körpers.
Im Jahr 1923 wanderte Pilates in die USA aus und eröffnete in New York, zusammen mit seiner Ehefrau Clara Zeuner, ein eigenes Pilates Studio. Besonders unter den Tänzern sprach es sich herum, dass die Methode ziemlich effektiv ist. Joseph Hubertus Pilates entwickelte die Methode bis zu seinem Tod 1967 weiter.

Heutzutage werden verschiedene Hilfsmittel verwendet (unter anderem Pilates Ring), um Pilates trainieren zu können.

Was ist ein Pilates Ring?

Eins vorab: Es sind keine Hula Hoop Reifen. Allerdings kannst Du Dir den Pilates Ring als eine Mischung zwischen einem Gymnastikball und einem Hula Hoop Reifen vorstellen. Zu seiner Zeit verband Pilates seine Methode mit diversen Hilfsmitteln. Die Hilfsmittel wurden Apparatus genannt. Die Pilates Ring Übungen gehörten zu den sog. Hilfsmitteln.

Die Pilates Ringe wurden von Pilates persönlich entwickelt. Die Ringe bestehen überwiegend aus Kunststoff und haben ungefähr ein Durchmesser von 35-40 cm. An den beiden Seiten befinden sich Griffschalen. Laut einer Legende wurde der erste Pilates Ring aus einem Fassring gefertigt.

Der Pilates Ring findet viele Namen: Magic Ring, Pilates Circle oder Yogaring. Heute wird der Pilates Ring in fast jeder Fitnessübung eingesetzt. Die Anwendungen sind vielfältig, der Ring ist preiswert und der Transport gestaltet sich einfach, aufgrund des niedrigen Gewichts.

Die Vorteile eines Pilates Rings

Die Hauptaufgabe eines Pilates Rings liegt in der Ergänzung Deines Workouts im leichten oder mittleren Widerstand. Die Vielfältigkeit eines Pilates Rings überrascht, denn du kannst deinen Ober- und Unterkörper und Bauch trainieren. Hier sind ein paar Gründe, weshalb ein Pilates Ring so beliebt ist:

Kompakt:

Ein Pilates Ring braucht im Vergleich zum Pilates Tisch oder Pilates Reformer nicht viel Platz. Der Ring ist leicht, kompakt und einfach zu verstauen. Deswegen ist er der perfekte Helfer für Dein tägliches Workout zu Hause. Du kannst den Ring sogar mitnehmen, wenn du verreisen musst.

Stärkt die Muskeln:

Ein Pilates Ring kann Dir helfen sowohl flexibler, als auch stärker zu werden. Der Ring beansprucht Deine Muskeln und sorgt für den notwendigen Widerstand bei Deinem Workout. Folglich arbeiten Deine Muskeln härter und Du kannst schneller das gewünschte Resultat erreichen.

Bessere Balance:

Der Pilates Ring hilft Deinem Körper auf Ungleichheiten zu reagieren. Drückst Du den Ring während Deines Workouts, wirst Du merken, wie sich z.B. Deine Bauchmuskeln anspannen, um die Übung auszuführen. Der Grund für das Einschalten der Bauchmuskeln liegt daran, dass Dein Körper die Ungleichheiten ausbalanciert und somit die Bauchmuskeln anspannt, damit die Balance gehalten werden kann. Je öfter Du diese Übung ausführt, desto besser wird Dein Gleichgewichtssinn.

Verletzungsrisiko minimieren:

Das Design des Rings ist so konstruiert, dass Du Dich nicht verletzen kannst. Der Pilates Ring besteht aus Kunststoff und im Vergleich zu Hanteln, kannst Du Dich nicht verletzen, wenn Du den Ring fallen lässt oder eine Übung falsch ausführen solltest. Somit eignet sich der Ring perfekt für Sportler, die schon eine Verletzung gehabt haben und wieder langsam in das Training reinkommen möchten.

Wichtiges zum Pilates Ring

Im Handel gibt es unzählige Varianten von Pilates Rings. Der einzige Unterschied liegt in der Anwendung und in der Widerstandsstärke. Der Kunststoff gehört zu dem gängigsten Material. Dennoch gibt es Ringe aus flexiblem Metall, Fiberglas und Gummi zu kaufen.

Auf was vor den Pilates Ring Übungen achten?

Achte auf das Material, bevor Du ein Ring kaufst. Möchtest Du ein leichtes bis mittleres Workout gestalten, solltest Du zu einem Pilates Ring aus Gummi oder Kunststoff greifen. Bist Du jemand, der einen starken Widerstand benötigt, um ein intensives Workout zu machen, musst Du zu einem Ring aus Metall greifen. Ein Pilates Ring aus Metall ist sehr widerstandsstark und kann dem stärksten Druck widerstehen.

Die Transportfähigkeit und Langlebigkeit

Möchtest Du verreisen und gleichzeitig Dein Workout nicht aufgeben, solltest Du Dein Trainingsgerät mitnehmen. Es ist nicht möglich eine gewöhnliche Kurz- oder Langstange mitzunehmen. Allerdings kannst Du Deinen Pilates Ring mitnehmen, denn er ist sehr leicht, klein und handlich. Des Weiteren sind die Ringe sehr langlebig, da weder das Gummi noch der Kunststoff rosten können. Ausschließlich, wenn Du Dich für den Metall Ring entscheidest, kann es nach vielen Jahren passieren, dass die ersten Roststellen sich bemerkbar machen. Doch dauert es in der Regel sehr lange, bis etwas mit dem Ring passiert. Daher sind die Ringe sehr langlebig und leicht zu transportieren.

Die inneren und äußeren Griffschalen

Es ist sehr vorteilhaft, wenn Du Dich für einen Ring mit inneren und äußeren Griffschalen entscheidest. Ein solcher Ring gestaltet Dein Workout noch abwechslungsreicher als je zuvor. Du kannst den Ring bei Bewegungen, die nach innen und nach außen führen, verwenden.

Worauf solltest Du beim Kauf eines Pilates Rings achten?

Wir haben einige Modelle der Pilates Rings getestet und möchten Dir eine Empfehlung geben, worauf Du beim Kauf des Rings achten solltest. In erster Linie sollte ein Pilates Ring gut und sauber verarbeitet sein. Das heißt, es dürfen keine scharfen Kanten vorhanden sein, denn ansonsten könntest Du Dich beim Training leicht verletzen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass keine störenden Nähte zu sehen sind. Schließlich kannst Du beim Workout an den Nähten hängen bleiben und Dich ebenfalls verletzen. Die Griffe müssen sehr gut gepolstert sein, damit sie Dir eine gute Führung geben können. Ferner müssen die Griffe fest an dem Ring montiert sein. Es wirken hohe Kräfte auf die Griffe und diesen Kräften müssen sie widerstehen und nicht während des Trainings abbrechen. Das Material aus dem die Griffe bestehen muss dasselbe sein, wie das Material aus dem der Ring besteht. Der Kunststoff muss auch formstabil sein und darf nicht zusammenfallen, nachdem er einige Male zusammengedrückt wurde. Das Material muss in seine ursprüngliche Form zurückspringen und die Form beibehalten. Es ist wichtig, dass der Pilates Ring nicht abfärbt. Wie ärgerlich es doch ist, wenn Du ein frisches Shirt anziehst und nach kurzer Zeit feststellst, dass Dein Ring Dein Shirt dreckig gemacht hat.

Das A und O vor dem Kauf – Die Kundenbewertungen

Damit Dir diese ganzen Konstellationen erspart bleiben, empfehlen wir Dir die ausführlichen Kundenbewertungen und Rezensionen im Internet durchzulesen. Zum Beispiel gibt es bei Amazon die sog. verifizierten Käufer. Das sind Käufer, die von Amazon verifiziert wurden. Das heißt, Amazon bestätigt, dass diese Kunden die Produkte tatsächlich bei Amazon und nicht woanders gekauft haben. Solche Käufer verfassen meistens gute und aussagekräftige Kundenbewertungen, die nur auf reinen Tatsachen basieren und nicht zu Marketingzwecken geschrieben werden. Du kannst solchen Bewertungen vertrauen, da Du Dir sicher sein kannst, dass hier die Wahrheit geschrieben wurde. Solche Kundenbewertungen können Dir eine große Hilfe sein, wenn Du nach einem passenden Produkt suchst.

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Pilates Ring Übungen – Mach Dich FIT!

Ein Pilates Ring kann Dich wieder fit machen und das ist das Wichtigste. Schließlich geht es beim Training um die Fitness und das persönliche Wohlbefinden. Außerdem kann es nicht schaden, wenn Dein Körper wieder fit aussieht und die Muskeln unter dem Shirt zum Vorschein kommen.

Übung Nr. 1 – Brust und Arme

Setz Dich im Schneidersitz auf den Boden und halt den Pilates Ring mit Deinen beiden Händen an den Griffen, vor Deinem Körper, fest. Deine Ellenbogen und Hände müssen eine Linie auf Brusthöhe bilden, während Du den Ring vor Deinem Körper hältst. Es ist sehr wichtig, dass Dein Rücken gerade gehalten wird. Dein Oberkörper muss aufgerichtet sein. Dein Blick richtet sich nach vorne. Jetzt versuchst Du den Ring ungefähr 15 bis 20 Mal zusammenzudrücken.

Du kannst diese Übung auch im Stehen ausführen. Wenn Du diese Übung etwas länger machen solltest, kannst Du parallel dazu gleichzeitig Kniebeugen machen. So trainierst Du gleichzeitig Brust, Arme, Beine und die Pomuskulatur.

Übung Nr. 2 – Adduktoren (Oberschenkelinnenseiten)

Leg Dich mit an den Körper angelegten Armen auf den Rücken. Deine Daumen müssen nach oben in die Himmelsrichtung zeigen. Dein Blick richtet sich gleichfalls nach oben. Aktiviere Deine Körpermitte und halt Deine Rumpfmuskulatur etwas angespannt. Deine Beine müssen angewinkelt sein und Deine Füße befinden sich auf dem Boden. Jetzt klemmst Du den Ring direkt hinter den Knien zwischen Deinen Beinen. Der Schwierigkeitsgrad der Übung gestaltet sich aufgrund der Position des Rings. Je höher Du den Ring einklemmst, desto schwieriger wird die Übung. Profitier von verschiedenen Positionen und probier alle aus.

Du kannst auch die Beine kurz zusammendrücken und die Spannung aufrecht halten, bevor Du die Beine wieder öffnest. Solltest Du fortgeschritten sein, kannst Du die Übung einwenig anspruchsvoller gestalten. Dazu kannst Du den Po während der Übung anheben. Dabei bilden Knie, Hüfte und die Schulter eine Linie. Die Rumpfmuskulatur muss deutlich mehr arbeiten und daher wird die Übung anstrengender. Auch bei dieser Übung empfehlen wir 15 bis 20 Wiederholungen einzuhalten.

Übung Nr. 3 – Beine

Leg Dich wieder auf den Rücken. Streck ein Bein nach oben aus und positioniere den Pilates Ring am Fußballen. Halt das untere Ende des Ringes mit Deinen Füßen fest. Sollte der Pilates Ring auf Spannung stehen, kannst Du mit der Übung beginnen.

Winkel ein Bein etwas an und steckt es wieder aus. Währenddessen muss die Spannung im Ring aufrecht gehalten werden. Diese Übung sollte ebenfalls 15 bis 20 Mal pro Seite wiederholt werden.

Übung Nr. 4 – Bauchmuskulatur

Diese Übung wirst Du wahrscheinlich schon kennen. Setz Dich mit angewinkelten beinen auf den Boden. Halt den Pilates Ring mit den beiden Händen auf Schulterhöhe fest. Die Arme müssen ausgestreckt werden. Dein Blick richtet sich nach vorne. Senk Deinen Oberkörper langsam nach hinten, bis Du mit Deinem Rücken den Boden berührst. Danach kehrst Du in die Ausgangsposition zurück und wiederholst den Vorgang ungefähr 10 bis 15 Mal. Der Oberkörper muss während der gesamten Ausführung gerade gehalten werden. Der Kopf muss eine Linie mit dem Körper bilden und die Schulterstellung sollte unverändert bleiben.

Übung Nr. 5 – Latissimus (seitliche Rumpfmuskulatur)

Leg Dich seitlich auf die Gymnastikmatte hin und klemm den Pilatesring in Höhe Deiner Knöchel zwischen Deine Beine. Deine Arme und Hände sollen Dir zusätzliche Stabilität bieten. Leg den Kopf auf den unteren Arm, während der andere Arm als eine Stütze dient. Jetzt versuchst Du, Deine beiden Beine zusammen mit dem eingeklemmten Ring in die Höhe zu heben. Dabei sollte sich der Oberkörper nicht bewegen. Anschließend kehrst Du in die Ausgangsposition zurück. Für ein optimales Ergebnis kannst Du den Vorgang 15 bis 20 Mal pro Seite wiederholen.

Übung Nr. 6 – Rücken

Leg Dich auf den Bauch und streck die Füße und Beine aus. Dein Blick sollte sich nach unten richten. Den Pilates Ring hältst Du mit den beiden Händen hinter dem Rücken fest. Nun wird der Oberkörper langsam angehoben. Dabei versuchst Du den Ring nach oben wegzudrücken. Natürlich wird es am Anfang schwierig sein, besonders wenn Du die Übung noch nie zuvor gemacht hast. Kehre jetzt in die Ausgangsposition zurück. Wiederhole die Übung ungefähr 10 bis 15 Mal und versuch dabei sehr konzentriert und langsam zu arbeiten.

Genau wie bei den meisten Pilates Übungen gelten hier die ersten Gebote: Trainiere nicht ohne Plan und schenke der richtigen und konzentrierten Ausführung der Übung Deine ganze Konzentration. Wenn Du eine Übung längere Zeit falsch ausführst, kann es zu Rückenschmerzen und Verspannungen kommen.

Wir empfehlen den Neueinsteigern die Übungen gründlich zu studieren, bis endgültig verstanden wurde, wie die jeweilige Übung ausgeführt werden soll. Aufgrund der vielen Übungen können einige Schritte übersehen werden und somit gerät die gesamte Übung in einer falschen Ausführung.

Übung Nr. 7 – Untere und obere Rückenmuskulatur

Leg Dich auf den Bauch hin. Streck Deine Füße aus und richte Deinen Blick nach unten. Halt den Ring mit beiden Händen hinter dem Rücken fest. Heb jetzt Deinen Oberkörper leicht an und schreib Deine beiden Hände so weit es geht nach hinten oben. Nun kannst Du den Oberkörper wieder senken und langsam in die Ausgangsposition zurückkehren. Diese Übung solltest Du langsam und konzentriert ausführen. Achte darauf, dass Du 10 bis 15 Wiederholungen schaffst.

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